Intensives Spiel in der Oberliga der C-Jugend

unserem schweren Auswärtsspiel in Wildau hatten wir uns für diese Woche einiges vorgenommen. Vor allem wollten wir die Fehler aus der Vorwoche aufarbeiten und gegen den nächsten starken Gegner wieder mutig auftreten. Mit dem Oranienburger HC kam ausgerechnet der Tabellenführer zu uns in die Kästnerhalle. Acht Tabellenplätze trennten beide Mannschaften vor der Partie. Die Rollen waren damit eigentlich klar verteilt: Wir hatten wenig zu verlieren.
Dass Oranienburg offensiv einiges zu bieten hat, war uns bewusst. Gleichzeitig hatten die bisherigen Spiele gezeigt, dass sie auch defensiv nur wenig zulassen. Aber bei uns in der Kästnerhalle muss man eben auch erst einmal gespielt haben.
Und genau das zeigten unsere Jungs von Beginn an. Beide Mannschaften gingen mit viel Tempo und einer intensiven, körperlichen Abwehrarbeit in die Partie. Einen frühen Rückstand steckten wir gut weg. Vorne übernahmen vor allem Nils und Pepe immer wieder Verantwortung, Samu sorgte mit wichtigen Treffern dafür, dass wir schnell wieder herankamen. Beim 6:5 gingen wir erstmals selbst in Führung. Und hinten hatten wir mit unserem Torhüter Nils einen starken Rückhalt, der hielt, was zu halten war.
Von da an entwickelte sich ein enges Spiel. Im Positionsangriff fanden wir immer wieder gute Lösungen, defensiv hielten wir gemeinsam dagegen. Auch Mads und David konnten sich in die Torschützenliste eintragen. Keine Mannschaft konnte sich wirklich absetzen und mit gerade einmal 17:18 ging es in die Halbzeit.
Es war durchaus zu spüren, dass sich der Tabellenführer seinen Auftritt in Falkensee vermutlich etwas anders vorgestellt hatte. Vielleicht war genau das unsere Stärke an diesem Tag: Wir wussten, dass mit Oranienburg innerhalb von drei Wochen bereits der dritte richtig starke Gegner auf uns wartete. In solchen Spielen können wir momentan eigentlich nur lernen oder gewinnen.
Auch nach der Pause blieb es ein intensives Oberligaspiel. Oranienburg konnte sich zwischenzeitlich etwas absetzen, doch unsere Jungs ließen sich nicht abschütteln. Nils hielt uns mit seinen insgesamt 13 Treffern immer wieder im Spiel. Pepe ackerte auf beiden Seiten der Platte und kam auf 11 Tore. Selbst beim 24:29 war bei keinem unserer Jungs zu erkennen, dass dieses Spiel bereits abgehakt war!
Die Partie wurde zunehmend körperlicher und auf beiden Seiten gab es einige Zeitstrafen. Dass der Schiedsrichter dieses intensive und schnelle Spiel allein und ohne Partner leiten musste, machte seine Aufgabe sicherlich nicht einfacher. So blieb auf beiden Seiten auch mal ein Pfiff aus. Daran lag das Ergebnis am Ende aber nicht. Da müssen wir bei uns selbst anfangen: Es waren vor allem unsere eigenen Fehlwürfe und ausgelassenen Möglichkeiten, die ein besseres Ergebnis verhindert haben.
In der Schlussphase mussten wir zudem auf Pepe (rote Karte nach 3 x 2 Minuten) verzichten. Trotzdem gab die Mannschaft nicht auf. Nils übernahm weiter Verantwortung und Noah brachte uns mit seinem Treffer zum 31:33 noch einmal ganz nah heran. Bis zur letzten Sekunde kämpften die Jungs um jeden Ball. Am Ende mussten wir dem Tabellenführer mit 32:34 den Sieg überlassen.
Was diesen Nachmittag zusätzlich besonders gemacht hat, war die Stimmung in der Kästnerhalle. Unsere Fans waren lautstark dabei, aber auch die mitgereisten Oranienburger Anhänger feuerten ihre Mannschaft ordentlich an. Beide Seiten sorgten gemeinsam für eine richtig gute Atmosphäre. Genau so macht Jugendhandball Spaß.
Ein großes Dankeschön geht außerdem erneut an unsere D-Jugend, die uns wieder mit Spielern unterstützt hat. Gegen einen solchen Gegner aufzulaufen und sich ohne Angst in ein derart intensives Oberligaspiel zu werfen, ist alles andere als selbstverständlich.
SSV Falkensee: Jonas (Tor), Nils (Tor), Nils (13), Pepe (11), Samu (3), Noah (3), Mads (1), David (1), Jendris, Max, Ben
Was bleibt, ist deshalb deutlich mehr als eine Niederlage. Es war ein harter Fight in eigener Halle und ein richtig gutes Jugendhandballspiel, das die Bezeichnung Oberliga Brandenburg verdient hatte. Über weite Strecken war kaum zu erkennen, dass zwischen beiden Mannschaften aktuell acht Tabellenplätze liegen.
Besonders zuversichtlich macht uns unser Angriffsspiel. 101 Tore in den ersten drei Saisonspielen sprechen eine deutliche Sprache. Einen ähnlichen oder besseren Schnitt haben aktuell ausschließlich unsere ersten drei Gegner erreicht.
Nach drei schweren Spielen zum Auftakt ist unsere Marschrichtung klar: Bis zum Jahreswechsel wollen wir uns Stück für Stück in der Tabelle nach oben arbeiten. Wenn wir weiter so mutig Handball spielen, als Mannschaft zusammenstehen und unsere eigenen Fehler reduzieren, werden wir uns auch mit Punkten belohnen.





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