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Lehrstunde mit Lerneffekt in Wildau: Nach starkem Beginn reißt der Faden

vor 7 Stunden
2 Min. Lesezeit

Am Sonntag stand für unsere männliche C-Jugend die nächste anspruchsvolle Auswärtsaufgabe in der Oberliga auf dem Programm: der Gastauftritt beim HSV Wildau 1950 im „Wildorado“. Schon vor dem Anpfiff wartete die erste Umstellung, denn eine Anreise von einer Stunde und 15 Minuten gehört für uns zu den ganz neuen Erfahrungen auf Landesebene. Umso größer war der Rückhalt von den Rängen: Ein riesiges Dankeschön geht an die mitgereisten Eltern, die diesen weiten Weg auf sich genommen haben, um das Team lautstark zu unterstützen. Das gesamte Trainerteam weiß diesen proaktiven Einsatz enorm zu schätzen!


In der Halle wartete gleich die nächste faustdicke Überraschung: Es durfte mit Harz gespielt werden. Ein Umstand, den wir im Vorfeld überhaupt nicht trainieren konnten, da uns im heimischen Trainingsbetrieb schlicht die Hallenbedingungen und Möglichkeiten dafür fehlen.


Trotz dieses Handicaps starteten unsere Jungs mit bemerkenswerter Courage: Von Beginn an entwickelte sich ein packender Schlagabtausch auf Augenhöhe. Durch ein mutiges und schnelles Angriffsspiel gingen wir früh in Führung und hielten das Match bis zum 9:9 offen (13. Minute). Erst eine Zeitstrafe gegen uns kippte das Pendel kurzzeitig in Richtung Wildau. Dennoch ging es nach einer kämpferisch starken Leistung mit einem absolut respektablen 15:19 Rückstand in die Kabinen.

Mit besten Vorsätzen und voll motiviert kehrte das Team auf das Parkett zurück, doch der zweite Durchgang entwickelte sich zum genauen Gegenteil des Potsdam-Auftakts. Konnte man dort die Halle erhobenen Hauptes verlassen, forderte der Kräfteverschleiß diesmal seinen Tribut: Mit lediglich einem Auswechselspieler auf der Bank schwanden die Körner zusehends. Hinzu kamen - auch durch das diesmal ungewohnte Spielgerät - vermehrt technische Fehler, die Wildau postwendend mit Gegenstößen bestrafte. Trotz großem Einsatz schlichen sich Frust und weitere Zeitstrafen ein, sodass uns die Gastgeber im Schlussviertel endgültig davonziehen konnten.


Am Ende stand mit dem 26:47 ein deutliches Ergebnis auf der Anzeigetafel, das zwar im ersten Moment schmerzt, vor allem aber eines ist: ein echter Gradmesser und wertvolles Anschauungsmaterial auf allerhöchstem Oberliganiveau.

Wir müssen festhalten, dass wir gegen etablierte Mannschaften noch Zeit brauchen, um uns in allen Teilen an die Härte, das Tempo und die Rahmenbedingungen der höheren Liga zu gewöhnen. Weiter nach vorn schauen wir erst einmal nicht – der volle Fokus liegt nun auf dem Duell gegen den Oranienburger HC, wo wir uns direkt erneut beweisen können. Aus der Partie in Wildau nehmen wir klare Anhaltspunkte mit, wo wir ansetzen und unser Spiel gezielt weiterentwickeln müssen. Auch wenn so ein Ergebnis zunächst wehtut: Die Jungs haben in der ersten Halbzeit eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in ihnen steckt. Die Lernkurve bleibt steil!


Für den SSV Falkensee am Ball:

Pepe (12 Tore), Nils (6), Joni (3), Noah (2), Max (2), David (1), Deniz, Nils (Tor)

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